Eine Postkarte und eine Geschichte – Ihsan Sandouk

Unter den Hinterlassenschaften meines Vaters befinden sich auch Briefe und Postkarten von Kollegen und Freunden. Diese sind zum Teil aus den 50er Jahren, also aus der Zeit des Übersetzerkollektives. Ich habe also versucht, die Absender zu finden um mehr über diese Zeit zu erfahren. Konzentriert habe ich mich in erster Linie auf Karten aus dem Ausland.
Hier die Schilderung der zweiten, noch nicht abgeschlossenen, Suche.

[Damaskus] den 15.8.59

Ich sende Ihnen schoene Gruesse und hoffe, dass es Ihnen gut geht. Ich bin gut in Damaskus angekommen. Es war eine gute Gelegenheit, dass wir unsere Heimat besuchen konnten. Und mit Augen sehen wir die Entwicklung unserer Industrie und Landwirtschaft.
Ihr
Ihsan Sandouk

Der hier genannte Ihsan Sandouk war wahrscheinlich einer der zahlreichen ausländischen Studenten, der für das Übersetzerkollektiv arbeitete. In den Spitzenzeiten hatte dieses Kollektiv bis zu 250 frei- und nebenberufliche Mitarbeiter, die in fast alle Weltsprachen übersetzten.
Es ist anzunehmen, dass Ihsan Sandouk nach Beendigung seines Studiums wieder nach Syrien zurück gegangen ist. Mit den wenigen Angaben, die aus dieser Postkarte ersichtlich sind, habe ich ihn bisher nicht auffinden können. Ein Ihsan Sandouk arbeitete in den 90er Jahren im Ministerium für Industrie in Syrien, eine Anfrage dort wurde aber nicht beantwortet.

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